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- Entdeckungen
Edvard
Munch - Der Schrei
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drei Größen lieferbar: Das Grauen läßt
sich aufblasen... |
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Die
amerikanisierende Gegenwart:
alles, was sie ergreift, wird trash
(keine Übersetzung vermag die Bedeutung dieses Wortes
adäquat in die deutsche Sprache zu tragen). Wurde bei
Oscar Wilde in The Canterville Ghost alles gut, einschließlich
der Versöhnung mit den jenseitigen Kräften, wurde
das Bedrohliche - ganz im Sinne des "Amerika,
du hast es besser" - exorziert. Konnte seinerzeit
noch das Mittelalterliche durch eine fesselnsprengende Moderne
überwunden werden, herrscht heute lediglich tumbe Ignoranz -
und das gute Geschäft.
Selbst
Werke von metaphysischer Tiefe, die zu schaffen der Neuen
Welt mehr als nur eine Geschichte fehlt, werden zu vordergründigem
Effekt und einer Tauglichkeit zu raschem Konsum reduziert.
So Edvard
Munchs Schrei,
ein in dieser Eindringlichkeit bislang noch nicht gestaltetes
Entsetzen, ein vollkommener bildlicher Ausdruck der Urangst
des Individuums, entdeckt als eine aufblasbare Kunststoffigur
- zwischen libri usati e nuovi - in einer Buchhandlung
in der Via Po, Turin, die überdies, so will es scheinen,
ohnmächtig ihr Schicksal, ihre Existenz als Objekt
der Sinnentleerung und Opfer der Dekadenz beklagt.
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